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drift |
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Konzeption/Choreographie Toula Limnaios Tanz/Kreation Chandana M. Hörmann, Ulrich Huhn, Toula Limnaios Musik Ralf R. Ollertz Lichtdesign Klaus Dust PR/Öffentlichkeitsarbeit Silke Wiethe Dramaturgische Beratung Burghard Duhm
"Wer bin ich? Wer ist jeder von uns? Wer sind wir? Vielleicht werden wir es einmal wissen. Vielleicht nicht. Bis dahin aber, wie Augustinus sagte, brennt meine Seele, weil ich es wissen will." (Jorge Luis Borges, Gesamte Werke - Essays 1952-1979, München 1981, S.286.)
Wenn der Geist voller Unruhe ist, kann die Seele nicht die Welt widerspiegeln.
"drift" ist eine gemeinsame Produktion der cie. toula limnaios und der Stiftung Bauhaus Dessau. Die Aufführungen werden ermöglicht durch das Nationale Performance Netz aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg - Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Thüringen.
Presseberichte
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Ein Knoten in der Zeit. Was ist ein flexibler Mensch? Unfehlbar in seinen rapiden Wandlungen oder im Sinne des Soziologen Richard Sennett ein imperfektes Wesen? Für die Choreographin Toula Limnaios ist er wie "ein Knoten", einer, "der ziellos in der Zeit dahintreibt". In ihrem Stück "drift", das jüngst am Bauhaus Dessau uraufgeführt wurde komponiert Toula Limnaios die Spiegelungen eines fragmentarischen Menschseins und Menschwerdens in der medialisierten Welt. Nach einem Gastspiel im vergangenen Jahr zeigt die Kompagnie mit "drift" nun eine eindrucksvolle Arbeit, die gemeinsam mit der Stiftung Bauhaus Dessau entstanden ist. Das Stück reagiert formal auf die Architektur dieses sonderbaren Raumes und verinnerlicht aktuelle medientheoretische Ansätze, ohne dabei die Seelenpoesie der Künstlerin zu verlieren. Durch gro§e Spiegelwände ist die Bühne in zwei Welten geteilt. Zu Ralf R. Ollertz eindringlicher Musik aus Motorbrausen und Alltagsbruchstücken überlappen sich Passagen menschlichen Daseins. Während Chandana Hörmann und Ulrich Huhn in stummen Dialogen nebeneinander existieren, sich schützend in abstrakter Walzervariation wiegen oder Masken eigener Emotionen ablegen, spiegelt sich auf der anderen Seite der gewundene Körper von Limnaios, verzerrt sich mit Schatten ferner Gesten. Ganz ohne Video wird hier die Medienverwirrung erreicht, zappt der Zuschauer von einem Raum zum anderen. Man muss sich daran gewöhnen, die Gier, visuell nicht alles beherrschen zu können, einzudämmen. Aber dies ist durchaus berauschend. Berliner Morgenpost 8.05.2002 Andrea Philippi
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Informationsverlust programmiert. ...Gleichberechtigung scheint eine wesentliche Prämisse in "drift": Wo die Attraktion der Körper in einer relativ stabilen Balance aufgehoben wird, kreist letztlich jeder um sich selbst. Kollisionen ereignen sich beiläufig und stören den autonomen, ja autistischen Bewegungsapparat der Solisten nur vorübergehend. Statt der Berührung mit fremder Hand fächeln sie sich Luft oder sto§en gepresste Atemluft aus oder schlingen ihre Arme um die eigene Taille. Daraus ergeben sich tragikomische Situationen, wie der Flugversuch im Zustand der Blendung., wie ortografische Gesten für die Formulierung einer Verlustanzeige. Diesen beabsichtigten Eindruck verstärkt Ralf R. Ollertz mit seiner kongenialen Komposition, die als verfremdete Bearbeitung eines Godart-Soundtracks wie die Musik zu einem atomisierten Film erscheint. Mitteldeutsche Zeitung 4.05.2002 Andreas Hillger |
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