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Stille – nicht Leere,
sondern eine Lücke – quer zum gelebten/gewohnten Rhythmus
– eine Entdeckung, die ein Anfang von etwas sein kann. Innehalten,
damit die Empfindung nicht im atemlosen Wechsel versickert, aber
nicht stehen bleiben. – Ein die Wahrnehmung sensibilisierender
Ausfallschritt.
“the silencers“ – als seien sie durch eine Tür
getreten und dahinter unversehens in eine andere Welt – als
sei die Stille ein anderer Weg, um Besonderheiten der Zwischenräume
einzufangen: Was geschieht zwischen zwei Tönen? Kann man Worte
sehen? Spricht der Körper? Lassen sich Empfindungen umreißen?
Ist die Bewegung ein Echo? Kann man Gedanken lesen? Wie breiten
sich Ton-/Bewegungsfolgen in der Zeit aus? – Vergangen und
noch nicht begonnen – was geschieht von Moment zu Moment?
Sich hinein fallen lassen oder draußen bleiben wie getrennt
durch eine unsichtbare Wand. The silencer(s) – ein Mann –
eine innere Haltung. – Eindringlich in den Bann gezogen von
seinem eigenen Seh-Spiel, verkörpert durch 6 Tänzer/innen
– von impressionistischer Dichte – schaut er wie in
einen Rückspiegel nach vorn und zurück zugleich, entwickelt
ein Gespür für Nuancen in einem Gespinst von Geschichten.
„Erst in der Stille beginnt man zu hören. Erst wenn die
Sprache verstummt, beginnt man zu sehen.“
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