reading tosca

Presseberichte

 

Tod unter dem Lautsprecher

 

Als Opernparaphrase mit den Mitteln des Tanztheaters könnte man das Stück «Reading Tosca» bezeichnen, das die Choreografin Toula Limnaios im Festspielhaus Bregenz zur Uraufführung brachte. Das Auftragswerk in der Reihe «Kunst aus der Zeit» der Bregenzer Festspiele entstand in Koproduktion mit dem Tanzfestival Bregenzer Frühling. Ausgangspunkt ist die Innenraum-Variante des imposanten Seebühnen-Aufbaus für Puccinis «Tosca» von Johannes Leiacker. Diese «Indoor-Version» kommt nur bei Regenwetter zum Einsatz. Das fand Intendant David Pountney schade; er regte deshalb die in Berlin ansässige Compagnie Toula Limnaios dazu an, vor dem riesigen Auge des «Tosca»-Bühnenbilds einen neuen Blick auf Puccinis Oper zu werfen.Entstanden ist eine choreografisch schlüssige Lektüre der Oper aus tänzerischer Sicht.

Für die Klangcollage hat der Komponist Ralf Ollertz Puccinis Partitur als Steinbruch benutzt. Ein Live-Mitschnitt der Bregenzer «Tosca» diente ihm als Materialgrundlage. Einzelne Melodielinien bleiben erhalten und führen als akustische Mosaiksteinchen durch das überwiegend abstrakte Tanzgeschehen. Das Stück beginnt mit dem Wissen, dass die Figuren sterben müssen. Die Tänzer fallen mitten in der Bewegung zu Boden, rappeln sich auf, brechen erneut zusammen. Hundegebell und kalter Nebel füllen die Szenerie. Hammerschläge lassen am Boden liegende Körper aufzucken.

Die aus Athen stammende Choreografin Toula Limnaios, die an der Folkwang-Schule in Essen ausgebildet wurde und in der Tradition des deutschen Tanztheaters steht, konzentriert sich auf die psychischen Spaltungen der Figuren. Sie besetzt die Titelheldin mit vier Darstellerinnen und zeigt so ihre verschiedenen Facetten als berühmte Sängerin und getriebene Liebende, als Täterin und Opfer der Macht.Der Geschlechterkampf schwelt zerstörerisch unter der Oberfläche des Stücks, ohne dass dies im Tanz klischeehaft wirkt. Die Frauen werden von den Männern bedrängt und in erstarrte Haltungen gezwungen. Sie suchen aber auch selbst die Konfrontation und werfen sich kämpferisch in Pose. Nacheinander tragen Männer wie Frauen das überlange rote Kleid, das mit seiner Schleppe eine Blutspur durch das Stück legt. Toscas Arie «Vissi d'arte» ertönt aus einem tragbaren Lautsprecher, den der Darsteller des Scarpia den Tänzerinnen auf den Leib presst, womit er den Gesang förmlich erstickt.

Folgerichtig legt Tosca dem toten Scarpia später statt eines Kruzifixes eine schwere Lautsprecherbox auf die Brust. Das ist ihre Inszenierung, ihre Rache: Scarpia, der römische Polizeichef, mit seinen Schergen ist letztlich weniger mächtig als Floria Tosca, die widerspenstige Muse des Gesangs. Toula Limnaios erweist sich damit als phantasievolle Choreografin und hellsichtige Deuterin der Oper Puccinis.

„Neue Zürcher Zeitung 31.05.2008 Feuilleton
Martina Wohlthat

Überwältigende Bilder fragmentierter Beziehungen


In der HALLE lässt Toula Limnaios bei „reading tosca“ Oper und Tanz aufeinander treffen
Das Projekt ist so ungewohnt wie mutig: Der zeitgenössische Tanz lädt Puccinis freiheitsselige Oper „Tosca“ in sein Revier. Dass es nicht um tänzerische Illustration des Originals geht, dafür steht Toula Limnaios, eine der kreativsten Berliner Choreografinnen. Die zierliche Griechin mit dem seit über einem Jahrzehnt unerschöpften Kraftkontinuum interessieren bei ihrer im Auftrag der Bregenzer Festspiele entstandenen Uraufführung nicht die einzelnen Handlungsstränge, wohl aber die Gefühlspegel und Verstrickungen der Protagonisten, ohne dass ihnen Tänzer klar zugeordnet wären. Auch die Musik zu „reading tosca“ läuft in einer Bearbeitung, wie Ralf R. Ollertz sie aus einem Festspielmitschnitt verfremdend und durch elektronische Einschübe gefügt hat.
In Slip respektive Bikini verharren die Akteure - vier Frauen, drei Männer - inmitten einer Landschaft aus Kleidung, Pumps, Holzstangen. Dräuende Zitate der Ouvertüre schweben in Endlosschleife über ihnen, immer wieder sinken die Tänzer wie unter einer Last zu Boden. Hinter einer Folie vor der Rückwand der HALLE deponieren sie die Utensilien, ziehen sich um, nehmen das Spiel auf. Derweil sich der Klang angstvoll ballt, steigern sich die Gänge der Tänzer mit Blick zur Folie, die auch Kirchenlettner oder Theatervorhang sein könnte, in helle Aufregung. Eine Frau wird von ihrem Partner drangsaliert, eine andere bäumt sich unter Hammerschlägen auf eine metallene Partitur. Ohne direkte Korrespondenz zum Schmelz der Arienschnipsel mit ihren teils sich überlagernden Stimmen zeigt Limnaios Zustände auf. Frauen werden deformiert, durch eine Zerrfolie beobachtet, pressen sich zum Doppelwesen in ein Kleid. Oft hüllt Dampf die Geschlechterkämpfe ein, gruppieren sich Männer gegen Frauen. Unter den peitschend schwingenden Stöcken ihrer Partner ducken sich die Frauen.Zentrales Requisit bleibt ein glutrotes Samtkleid, Symbol für Schönheit, Liebe, Blut, von bühnenfüllendem Ausmaß. Dorthinein schlüpfen die Akteure, lösen einander ab, drapieren den Stoff zum Schmetterling, aus dessen Flügeln bewegte Beine ragen. Zu „Vissi d’arte“, Toscas Hauptarie, drückt ein Mann den Frauen seinen tragbaren Lautsprecher in den Leib, schleppt nach rüden Nackenführungen eine Partnerin über Kopf auf dem Rücken wie tot ab - und wird von ihr aufs Kreuz geworfen. Unentschieden tobt der Kampf weiter. Eine Frau mit aufgeschnallten Weinkelchen tanzt Zerbrechlichkeit, meint auch die Brüchigkeit der Situation. Einer anderen malt man fast nackt die Rippen nach wie zum Skelett. Limnaios gelingen eindringliche Bilder von ebenjener Fragilität aller Beziehungen, für die die Gestalten um Tosca nur exemplarisch stehen. Das berückendste findet sie zum Schluss: Eine Frau befreit sich aus der Männerbedrängnis, ragt bald einsam aus ihren roten Stofffluten empor, wird gehoben, stürzt ins Unsichtbare nach hinten. Parallel zum Solo in der Weite des Kleides lief als Kontrapunkt und zur Visualisierung ihrer Gefühle ein brillantes, sportiv gewagtes Kampfduett. Es ist, neben den Bildlösungen und dem vorzüglichen Tänzerseptett, jenes typische Bewegungsgespür zwischen Akrobatik und Skurrilität, das „reading tosca“ wieder zu einem Stück von Format macht.

Infos unter www.halle-tanz-berlin.de
Autor: Volkmar Draeger / www.tanznetz.de

 

 

 

Eine verwickelte Affäre
Liebeswut und Todesmut: Die Berliner Choreografin Toula Limnaios lässt „Tosca“ tanzen


Die mit Kreide markierten Körperumrisse auf dem Boden lassen die Bühne wie einen Tatort aussehen. Zu Beginn von „Reading Tosca“ werfen die sieben Tänzer sich in heftigen Stürzen zu Boden, spielen die vorgezeichneten Fallmuster durch. Den tödlichen Verlauf der Oper „Tosca“ nimmt Toula Limnaios gleich vorweg in ihrer choreografischen Neulektüre, die in ein Labyrinth der Leidenschaften führt. Die Bregenzer Festspiele haben die Berliner Choreografin damit beauftragt, in Anlehnung an Puccinis Oper ein eigenständiges Tanzstück zu kreieren. Ende Mai hatte „Reading Tosca“ Premiere im Bregenzer Festspielhaus, das weit über 1000 Zuschauer fasst. Nun hat Toula Limnaios die Tosca-Fantasie für ihre kleine Berliner Spielstätte, die Halle-Tanzbühne, eingerichtet, wo man ganz nah dran ist am Geschehen. Auf die Überhöhung der Gefühle in der Oper antwortet Limnaios mit einer wilden Tanzwut, und so entfaltet die Choreografie bald eine gewaltige Sogkraft.
Für Limnaios, die meist von literarischen Vorlagen ausgeht, ist dies die erste Auseinandersetzung mit der Oper. Macht und Missbrauch, Liebe und Wahn – das sind die zentralen Motive der Choreografin, die sich assoziativ auf das Libretto bezieht. Limnaios knüpft ein Geflecht an Beziehungen; das Band zwischen den Figuren zieht sie wie eine Schlinge immer enger zusammen. Das Auseinanderklaffen von Wunsch und Wirklichkeit führt zu rabiaten Konfrontationen.
Ralf R. Ollertz benutzte für seine Neukomposition den Mitschnitt einer Live-Aufführung von den Wiener Symphonikern in Bregenz als Basismaterial. Einzelne Elemente wurden herausgegriffen und neu kombiniert. Puccinis Motive scheinen wie durch einen Schleier hindurch. Der Gesang, wiewohl verfremdet, hat hier einen geradezu physischen Effekt auf die Tänzer. Wenn die Stimme des Polizeipräsidenten Scarpia ertönt, werden die Frauen schon mal unter Lautsprechern begraben. Den Männern kann man noch am ehesten Rollen zuordnen: Hironori Sugata in langem schwarzen Mantel zeichnet den Scarpia als bedrohliche Figur. Der dunkellockige Elik Niv gibt einen verführerischen Cavaradossi ab. Seiner Geliebten Tosca rückt er schon mal mit dem Kohlestift zu Leibe, er versucht sie so zu modellieren, dass sie seinem Idealbild der Frau entspricht.
Floria Tosca – und das ist der Clou der Inszenierung – tritt gleich in vierfacher Gestalt auf. Mit Mercedes Appugliese, Fleur Conlon, Kayoko Minami und Ute Pliestermann verfügt Limnaios über ungemein ausdrucksstarke Tänzerinnen, und sie weiß die weibliche Übermacht auf der Bühne geschickt zu arrangieren. Die Toscas schwanken zwischen Ohnmacht und Widerstand, Liebeswut und Todesmut. Die Frauen werden begehrt, bedrängt, benutzt. Sie werden in weibliche Rollenmuster gezwängt, ihr Spielraum wird eingeschnürt. Sie balancieren auf einem Stöckelschuh, ringen um ein prekäres Gleichgewicht. Dann wieder werfen sie sich beherzt in wilde Attacken. Bei Toula Limnaios tobt ein heftiger Geschlechterkampf über die Bühne. Vor allem die Duette beeindrucken durch eine emotionale Ambivalenz, die nachgerade das Markenzeichen der Choreografien von Toula Limnaios ist.
Wenn nacheinander Männer und Frauen in ein rotes Kleid mit imposanter Schleppe schlüpfen, sich in den Stoffbahnen verwickeln, dann ist das eine Szene von leuchtender Symbolkraft. Der finale Sturz ist dann freilich schon ein ironisches Spiel mit den Pathosformeln der Oper. Toula Limnaios gelingen Bilder von verstörender Schönheit. „Reading Tosca“ ist eine bewegende Reflexion über Oper und Affekte, über Körper und Stimme.

VON SANDRA LUZINA 14.6.2008 Tagesspiegel

Tatort Tafelhalle:

Auf dem Bühnenboden sind die Umrisse toter Körper skizziert. Daneben bringen sich Tänzer und Tänzerinnen in Stellung, um sich krampfend auf die Bodenschablonen zu stürzen und sich wieder aufzurappeln. Hundegebell, eine Nebelmaschine und schwindelerregend hohe Pumps, auf denen die Tänzerinnen einbeinig strauchelnd herumstaksen, schließen optimistische Assoziationen aus: Kein Zweifel, wir befinden uns auf der beschädigten Seite menschlichen Lebens.
Toula Limnaios, die weit herumgereichte Choreografin aus Berlin, ist zu Gast in der Tafelhalle und wagt den ebenso gewagten wie genialen Blick auf Puccinis Opernreißer «Tosca«. Die Pina-Bausch-Schülerin wurde von den Bregenzer Festspielen, in Koproduktion mit dem internationalen Tanzsfestival Bregenzer Frühling, mit der choreografischen Umsetzung einer Oper beauftragt und schafft mit «Reading Tosca« ein sensibles Gleichnis mit strengen Stilmitteln.
Dabei inszeniert sie nicht eine getanzte Oper, sondern legt eine Neukomposition mit Bewegungs- und Klangelementen vor, deren Tosca-Wiedererkennungswert sich auf O-Töne aus Bregenz beschränkt. Den Tosca-Handlungsstrang um Liebe, Verrat und Tod hat sie zur Obduktion freigegeben und die Psychologie der Protagonisten abstrahiert. Es bleiben wuchtig emotionalen Momente von Puccinis Musik, die mit kryptischen Tanzbildern unterfüttert werden.
Ralf R. Ollertz, der musikalische Arrangeur und Handreicher zwischen Klassik und Klangkunst, stellt verlässliche Klangcollagen zur Verfügung, die jedes noch so kleine Detail aus der interpretierten Opernvorlage herauskitzeln. Die anfangs zwanghafte Bühnenordnung mit redundanten, fast neurotischen Bewegungsmustern löst sich schnell auf macht bizarren Posen der Paarfindung Platz.
An Tänzerinnen wird wie an Schaufensterpuppen herumgeschraubt, Figuren wirken wie eingefroren, dann gejagt und niedergestreckt. Hier tobt der Beziehungskampf und wird durch schwingende Holzstelen auch zur hautnah nachvollziehbaren Bedrohung für die Reihen eins bis zehn im Parkett. Man zuckt und duckt sich. Unbehagen und Faszination wechseln einander ab.
Figuren im Bann einer fremden Macht
Und über allem steht das herausragende Tanzseptett, das mit dieser tänzerischen Leistung sicher eine nachhaltige Erinnerung in der Tafelhalle hinterlassen hat. Alles prägt sich ein: von präzise gehaltenen Synchronformationen, bis rätselhaft arrangierten Figuren, die einer fremden Macht zu gehorchen scheinen.
Zentrales Hilfsmittel von «Reading Tosca« ist ein überdimensioniertes rotes Samtkleid, das sich wie eine Blutspur durch die Inszenierung zieht. Als Symbol aller Bühnenaktion lullt es den Sehnerv ein und darf die geheimnisvolle Trägerin der opulenten Schlusspointe sein. Bravo!


Karin Lederer Nürnberger Nachrichten Oktober 2008

Bregenzer Frühling: Uraufführung „Reading Tosca“


Beklemmendes Tanztheater
BREGENZ - „Reading Tosca“ der Berliner Truppe cie.toula limnaios bringt „Tosca“ in nicht nur akustisch neuem Gewand als beklemmendes Tanztheater und erzählt zugleich viele weitere Geschichten von Unterdrückung, Liebe und Tod. Zum ersten Mal wirken hier die Bregenzer Festspiele und das Tanzfestival Bregenzer Frühling zusammen.

Aufblitzende Arien

Während draußen an einem lauen Abend, wie er zur Festspielzeit nicht selbstverständlich ist, der grüne Rasen für das zukünftige ZDF-Studio vorbereitet wird, ist drinnen ein Teil der Indoor- Version von „Tosca“ aufgebaut, die David Pountney auch für das Tanztheater hatte nutzen wollen. So dominiert eine kleinere Augenwand mit einem Gitterraster von Fadenkreuzen die Bühne, die Seitengassen bleiben frei, erst zum Schluss senkt sich die ebenfalls mit einem Auge bemalte Decke bedrohlich von oben herab.
Das Thema von „E lucevan le stelle“ wabert leise durch den Raum, ein Hund bellt, vier Frauen und drei Männer stehen, nur mit Unterwäsche bekleidet, auf der Bühne, brechen zuckend zusammen. Die Stimmung ist angespannt und hektisch, wenn sie sich ihre Kleidung und hochhackigen Schuhe zusammensuchen, rasch über die Bühne gehen – einer im langen Mantel, der Kutte ebenso wie Uniformmantel sein könnte, eine der Frauen wie ein Schatten verfolgt. Die Frage nach dem „who is who“ oder Opernrollen scheint aufgehoben, in stetem Fluss ergeben sich Personenkonstellationen, Begegnungen, die zunehmend intensiver werden. Die Körpersprache von Toula Limnaios, der griechischen Choreographin ist ungemein expressiv, eckig und zuckend. Zahlreiche Gesten der Unterdrückung und Unterwerfung, aber auch von Symbiose und Spiegelung zeichnen ein oft wechselndes Beziehungsgeflecht. Man kann es mit der Oper in Verbindung bringen, muss aber nicht.
Höchst effektvoll ist neben den bunten Alltagsgewändern ein leuchtend rotes Kleid mit riesiger Schleppe, die sich wie ein Zelt ausbreiten lässt: Alle können es anziehen, zur Musik des „Te Deum“ schlüpft der japanische Tänzer in das Kleid, während die zwei anderen Tänzer mit Stöcken die vier Tänzerinnen bedrohen. Blut, Leidenschaft, Erotik und Verzweiflung sind in diesem Kleid symbolisiert.


Die starken Bilder werden durch die Musik von Ralf R. Ollertz noch intensiviert: Der Mitschnitt einer See-Aufführung wird von ihm aufbereitet, vielfach zerstückelt, verfremdet, gescratcht und mit elektronischen Mitteln erweitert. Wenige Motive oder Arien blitzen erkennbar oder unverändert auf, und doch ist die Nähe zur Oper durchaus da, ebenso wie auch Elemente der Bregenzer Inszenierung präsent sind. Für 70 Minuten wird man hineingezogen in eine verstörende Ausdruckswelt, die viele Deutungsmöglichkeiten und Assoziationen schafft und die noch lange nachwirkt.

Katharina von Glasenapp

 

 

Aufführungen 2009

06. - 14. März 2009 Teatro Sucre - FIMED - Festival Internacional de Mujeres en la Danza | Quito/Ecuador

28. März 2009 Nuevo Teatro Circo - Festival Mudanzas | Cartagena/Spanien

06. - 09. & 13. - 16. August 2009 in der HALLE TANZBÜHNE BERLIN

16. -31. August 2009 Brasilien Tournee